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Barcelona - Der Paseo de Gracia und La Rambla

Der Paseo de Gracia und La Rambla sind zwei Prachtstraßen, die mitten durch das Herz von Barcelona führen und die man bei einem Stadtbesuch nicht verpassen sollte. Sie gehören ohne Zweifel zu den beliebtesten und schönsten Flaniermeilen in Barcelona.

Natürlich geht es hier touristisch zu - denn Barcelona ist die meist besuchte Stadt Spaniens - dennoch gibt es immer auch viel Authentisches zu entdecken. 

Wer die katalanische Hauptstadt richtig kennenlernen will, sollte die beiden langen Alleen einmal entlang spaziert sein und den Blick auch nach oben nicht vergessen. Denn hier haben die größten Architekten des katalanischen Modernismus wie Antonio Gaudí, Luis Doménech i Montaner und Josep Puig i Cadafalch ihre Spuren hinterlassen.

Die beiden Straßen sind zwar frei für den Autoverkehr, doch Fußgänger haben hier Vorrang und es gibt breite vornehme Bürgersteige. Auf La Rambla führt durch die Mitte zwischen den einspurigen Fahrbahnen eine mit Bäumen bepflanzte autofreie Zone, die den Fußgängern vorbehalten ist. 

   © Copyright de Turismo de España (TURESPAÑA)

Im Bild sind beide Promenaden zu sehen, wie sie sich noch heute mit dem Flair der 20er Jahre zeigen. Oben Paseo de Gracia und darunter La Rambla in Barcelona.

Der Paseo de Gracia

Der Paseo de Gracia, der auf Katalanisch auch Passeig de Gràcia genannt wird, ist eine Straße im Stadtteil Eixample, die den zentralen Platz Plaça Catalunya mit der Carrer Gran de Gràcia verbindet.

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Diese schicke Allee war ursprünglich ein einfacher Weg, der Camino de Jesús genannt wurde und der vom Dorf Gracia bis zur damals hinter dicken Mauern versteckten Stadt Barcelona führte.

Als die Stadtmauern im Jahre 1854 abgerissen wurden, entwickelte sich der Paseo de Gracia zu einer der wichtigsten Straßen Barcelonas, wo sich Häuser mit Gärten, Cafés, Restaurants, Theater, Tanzlokale und vieles mehr für die feine bürgerliche Gesellschaft befanden. Aus dem einfachen Dorfweg war eine echte Amüsierzone geworden.

Nur wenige Jahre später verwandelte die breite Straße erneut ihr Gesicht. Zur Weltausstellung von 1888 verschwanden die Gartenhäuser und wurden durch herrschaftliche, vierstöckige Gebäude ersetzt. Im Erdgeschoss wurden Werkstätten und Geschäfte errichtet. Ein echter Boulevard entstand.

Jetzt begann die Zeit des katalanischen Modernismus und der Aufschwung des Bürgertums in der immer reicher werdenden Hafenstadt Barcelona. Renommierte Architekten wie Gaudi und Domenech i Montaner ließen hier die besten ihrer Wohnhäuser bauen. Die Auftraggeber wollten ihren Wohlstand und Geschmack auch nach Außen sichtbar machen und errichteten Bürgerhäuser, die bis heute als Symbol des katalanischen Jugendstils bestaunt werden.

Zu den bekanntesten Gebäuden gehört die Pedrera, auch Casa Mila genannt und Casa Batllo, zwei echte Meisterwerke von Antonio Gaudí. Die Gebäude zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO und können heute besichtigt werden. Ebenso sehenswert ist das Casa Fuster vom Architekten Lluís Domènech i Montaner. Er ist auch der Erbauer eines anderen fantastischen Bauwerks in Barcelona, dem Palast der katalanischen Musik. Auch dieser Konzertsaal wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

Heute ist der Paseo de Gracia eine der wichtigsten und repräsentativsten Promenaden in Barcelona. Die modernistischen Gebäude sind ausnahmslos neu restauriert und in den Ladenzeilen der Bürgerhäuser befinden sich schicke Restaurants, Cafés, Juweliere und größere Modehäuser wie Louis Vuitton, Loewe, Armani, Cartier, Gucci und Yves Saint Laurent. Der Paseo de Gracia ist so etwas wie die Champs-Élysées in Paris oder der Kudamm in Berlin.

 

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La Rambla

La Rambla (Les Rambles auf Katalanisch) ist der Name einer legendären Touristenpromenade in Barcelona. Hier wird gefeiert, wenn der FC Barcelona spanischer Meister geworden ist oder eines der vielen lustigen katalanischen Feste läuft.

Die mit schönen alten Platanen bewachsene Allee führt von der Plaça de Catalunya bis zum Kolumbusdenkmal, dem Monumento a Colón. Dort schließt sich gleich der wunderschöne alte Hafen (Port Vell) an.

Wer das erste Mal die Stadt erkundet, sollte diese Route wählen und über die Rambla hinunter zum Hafen schlendern. Dieser Spaziergang ist nur zwei Kilometer lang und voller aufregender Sehenswürdigkeiten.

  © Copyright de Turismo de España (TURESPAÑA)

Im eigentlichen Sinne ist eine Rambla ein Flussbett, wie es meist ausgetrocknet in vielen spanischen Städten von den Bergen zum Meer verläuft. Man findet also auch in anderen Orten wie in Valencia oder Tarragona eine Rambla. Die Straße wurde 1377 in einem Flussbett errichtet, wo bislang die Abwässer der Stadt und der Regen vom Berg Collserola hinab ins Meer flossen.

In Barcelona wird der Name der Straße oft im Plural genannt. Denn diese Ramblas bilden mehrere Abschnitte einer insgesamt 1,2 km langen Allee, die dann zusammen Las Ramblas bilden.

Las Ramblas besteht aus:

  • La Rambla de Canaletas.
  • La Rambla de los Estudios.
  • La Rambla de San José, auch genannt Rambla de las Flores.
  • La Rambla de los Capuchinos, auch genannt Rambla del Centro.
  • La Rambla de Santa Mónica.

Die Rambla macht zu jeder Tageszeit Spaß und selbst in der heißen Mittagszeit lässt es sich hier aushalten, denn die alten Alleebäume mit ihren kräftigen Kronen bilden ein herrliches Schattendach. Vom Meer her weht oft eine leichte Brise hinauf zu den Bergen. Zahlreiche Tische und Stühle oder Parkbänke stehen in der schönen Fußgängerzone unter den Bäumen.

 

Ob bei Tag oder Nacht - hier ist immer etwas los. Man kann an den vielen kleinen Kiosken und Blumenständen vorbeischlendern oder die kreativen Straßenkünstler bewundern. Ich war mal im Winter da und hab mich mit einem doppelköpfigen "Gaddafi" fotografieren (siehe oben) lassen, den ich auch prompt geküsst habe.

Man kann sich entspannt in einem Straßencafe niederlassen und die Darbietungen genießen (nicht vergessen, etwas zu spenden!), Kaffee trinken oder in den Tapas-Bars und Restaurants entlang von La Rambla einen kleinen Snack am Mittag zu sich nehmen.

Die weltoffene und internationale Atmosphäre, die ganz Barcelona charakterisiert, ist hier hautnah zu spüren.

 

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Mercado de la Boquería

Es gibt viele tolle alte Geschäfte und Läden aus dem Jugendstil auf La Rambla zu entdecken wie der traditionelle Musikladen Beethoven oder die Pastisseria Escribá an der Rambla de les Flors aus dem Jahre 1820.

Ein Höhepunkt ist aber vor allem die wohl schönste Markthalle Barcelonas der Mercado de la Boqueria auf halbem Weg zum alten Hafen. Wenn man vom Meer kommt, findet man die in die Häuser eingebaute Markthalle auf der rechten Seite. Er befindet sich an der Metro-Haltestelle Liceu, benannt nach dem Opernhaus, das sich hier befindet.

Diese aus Gusseisen errichtete Halle stammt aus dem Jahr 1840 und ist stets rammelvoll. Man kann tolle Obstalate (ab 2,50 Euro) zum Mitnehmen kaufen und sonst einfach alles bekommen, was es in Spanien und aller Welt an Essbarem zu kaufen gibt. Die Farbenpracht, die Düfte der exotischen Pflanzen und Fülle der traditionellen Stände ist einfach überwältigend. Von frischem Fisch aus dem Mittelmeer bis zur Botifarra aus den Bergen Kataloniens wird eine riesige Auswahl an Delikatessen angeboten.

Weil La Boqueria inzwischen so beliebt ist bei Touristen, kommen die Einheimischen kaum noch zum Einkaufen. Es ist eng und wird gedrängelt und mit Smartphones fotografiert, ohne das gekauft wird. In Barcelona überlegt man deshalb, den Markt für Touristen nur noch an bestimmten Tagen zu öffnen. 

Wer also hier vorbeischlendert, sollte auch etwas kaufen, nicht nur die Markthalle als Sehenswürdigkeit betrachten. Das hilft allen - den Händlern, den Einheimischen und den Charme der manchmal überforderten Stadt zu erhalten.

Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag von 8.00 bis 20.30 Uhr

Sonntags geschlossen.

Adresse: 

Rambla, 91

08001 Barcelona 

Telefon: 93 318 25 84

Website

 

Wer Lust auf Tapas mit Bier oder Wein hat, kann auch zur Mittagszeit in La Boqueria sehr gut und günstig essen. Man geht in der Halle an einen der zentralen Stände, wo die Einheimischen an Barhockern sitzen und setzt sich dazu. Die Speisen werden stets frisch mit Zutaten vom Markt zubereitet und schmecken sehr gut. Außerdem ist der Service sehr schnell. Wir empfehlen, vor 14 Uhr hier zu sein, damit man den Beginn der Siesta abpasst, da es dann sehr voll wird.

Dieser Markt ist ein echtes Wunderwerk für die Sinne und unbedingt einen Besuch wert. Zu Recht wurde er von der Internationalen Vereinigung der Wochenmärkte 2005 zum besten Markt der Welt erklärt!

Karte

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