Die 10 besten Tapasbars in Granada

In Granada erlebt man als Reisender eine besonders großzügige Tapa-Kultur. Zwar werden Tapas in den meisten Städten und Gemeinden in Spanien meist kostenlos zum Getränk serviert. Allerdings fallen die Portionen in vielen touristischen Zentren wie in Barcelona oder Madrid eher mickrig aus oder werden als sogenannte Raciones serviert. Diese sind dann doppelt so groß und müssen extra bezahlt werden.

Im andalusischen Hinterland und erst Recht in Granada, wo seit Jahrhunderten traditionell arabische Gastfreundlichkeit zelebriert wird, sind die Tapas noch gratis zum Drink.

Las Bravas, Tapasbar in Granada

In der lebendigen Universitätsstadt Granada wird Wert auf die alten Traditionen gelegt und die Bars und Restaurants liefen sich einen regelrechten gastronomischen Wettkampf um ihre besten Tapa-Kreationen. Das freut ausgehungerte Reisende - denn die Auswahl an Etablissements ist riesig und damit auch die formidable und ausgereifte Küche. In der verwinkelten Altstadt kann man bequem zwischen alt-ehrwürdigen Kneipen oder schrulligen, modernen Bars wählen. Je nach Gusto.

Pedanten werden sicher meinen, dass die Tapas in Granada gar nicht so umsonst sind, wie sie angepriesen werden. Denn, auch wenn das Häppchen als kleines Extra gratis zum Drink gereicht wird, fallen doch die Biergläser extrem klein aus. Das ist uns egal. Wir bestellen einfach drei mehr!

Kommt also mit auf unsere kleine Tour durch die zehn besten Tapas-Bars in Granada und schaut selbst, was es so zu schnabulieren gibt. Die granadinischen Küchenchefs sind wirklich extrem kreativ und experimentierfreudig. 

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1) Espadafor 

Espadafor

 

Wenn eine Bar in Granada den Ehrentitel "Institution" verdient, dann ist es das Espadafor. Der große Raum mit den hohen Decken wirkt wie aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Spezialität der Küche sind Habas con Jamón (dicke Bohnen mit Schinken und Knoblauch) und Schweinebraten. Doch auch die anderen Speisen auf der Karte sind nicht weniger köstlich. Sherry in Holzfässern und jede Menge alter Nippes und Dekor sorgen für tolle Fotomotive. Die Wände sind mit alten Azulejos (gebrannte und bemalte Fliesen) dekoriert, auf denen Szenen aus dem andalusischen Alltagsleben dargestellt sind. Man sucht sich selbst einen freien Tisch und verdrückt seine Tapas. Die Kellner bringen jederzeit Nachschub, wenn der Hunger noch nicht gestillt ist. Espadafor steht für Granada, Andalusien und den leidenschaftlichen Süden. 

Calle Gran Vía de Colón, 59

2) Casa Torcuato 

Torcuato, Tapasbar in Granada, Andalusien

Diese urige Bar liegt einen Katzensprung vom Mirador San Nicolas entfernt, wo man einen atemberaubenden Blick auf die Alhambra und die schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada genießen kann. Casa Torcuato ist im Stadtviertel gut situiert und hat einen Speisesaal im Obergeschoss und eine Terrasse im Freien. Doch viel besser ist es, sich an die Bar zu setzen und die großzügigen Tapas an gebratenem Fisch, Gazpacho, Knoblauch-Pommes und viele weitere Köstlichkeiten zu probieren. Eine authentische Bar mit offenem Herzen, wo Besucher nicht als Fremde behandelt, sondern wie Einheimische warm empfangen werden.  

Calle Pagés 31 

3) La Trastienda 

Graffiti in der Innenstadt von Granada

Obwohl die zwar gut gemeinte Renovierung und der Ausbau des Restaurants mit einer Terrasse ein bisschen den Charme zerstört hat, wirkt dieses Lokal doch immer noch urig wie ein Tante-Emma-Laden

In La Granadinos Trastienda fragen sich Touristen immer wieder: Ist das ist nun ein Laden mit einer Bar im Hinterzimmer oder eine Bar mit einem Ladentisch am Eingang? Wer von der Terrasse aus eintritt, läuft erst einmal durch eine kleine Charcuteria (Metzgerei) und trifft dann eine Dame im weißen Kittel, die hinter der alten Theke ihre Kunden bedient. Die Tapas bestehen wie in den anderen Bars auch aus der typisch andalusischen Auswahl an Chorizo​​, Salchichón und Fleischgerichten. Eine charmante Bar und eine der Top-Adressen für alle, die einen ruhigen Abend mit einem Drink abseits der lärmenden Touristen verbringen wollen.

Calle de los Cuchilleros, 11

4) Bar Casa Julio 

Granadas weniger touristische Wohngegend

 

Granada ist etwas weniger als eine Stunde vom Meer und der Costa Tropical entfernt und das merkt man an der erstklassigen Qualität der Fische und Meeresfrüchte. Besonders frisch und appetitlich werden Fischgerichte im Casa Julio zubereitet. Auf den ersten Blick ist das Lokal und die Gegend nicht gerade einladend. In einer Nebengasse von der Plaza Nueva abgehend, findet sich die Bar nicht so leicht. Richtige Toiletten scheint es auch nicht zu geben. Damen müssen sich einen Schlüssel aushändigen lassen und irgendwo im Hinterhof nach dem stillen Örtchen suchen. Herren nehmen in einer Art Kabine Platz, die mitten in der Bar steht. Sitzplätze gibt es auch keine. Dennoch ist das Lokal unbedingt empfehlenswert für alle, die exzellent zubereiteten Fisch mögen. Ein kurzer Blick hinter die Auslagen der frischen Tapas spricht Bände. Großzügige Portionen von mariniertem Seeteufel, Garnelen, frittierten Auberginen und Sardellen, die in Kreuzkümmel gewendeten Teig frittiert wurden. Eine andalusische Geschmacksexplosion, die man probieren sollte. 

Calle Hermosa (Plaza Nueva)

5) Bar Poë

Bar Sign in Granada
  

Die Bar Poë ist ein richtiges Phänomen in Granada. Wer auf der Suche nach den traditionellsten Tapas-Bars ist, wird diese Kneipe wohl eher meiden. Doch das ist ein Fehler! Denn in der Bar ist nicht nur prima Essen geboten, sondern auch eine eigenwillige Atmosphäre, wie man sie kaum anderswo antrifft. Die erste Überraschung ist der Barkeeper und Inhaber Matthew - ein Engländer aus dem Bilderbuch und so britisch wie After Eight und englische Hutmode. Die zweite Überraschung ist die geniale Auswahl an Tapas. Matthew Frau Ana stammt aus Angola und ist eine Küchenfee. Sie füllt Cazuelitas (andalusische Tonschalen) mit aromatischen Kombinationen, die sie aus ihrer Weltenbummelei mitgebracht hat. Solche Tapas bekommt man in ganz Andalusien nicht serviert. Es gibt deftig-würzigen brasilianischen Bohneneintopf, italienisches Gemüse, würzige Hühnerleber mit Reis oder portugiesisch beeinflusste feurige Piri-Piri. In der Bar trifft sich eine bunte Mischung an lustigen Gästen - Spanier, jung und alt, Studenten und Auswanderer. 

Calle Verónica de la Magdelena, 40

6) Oum Kalsum 

Om Kalsum

 

Natürlich darf in der alten Hauptstadt der Mauren eine orientalisch-arabische Tapas-Bar mit all den Düften und nordafrikanischen Aromen nicht fehlen. Das Kochteam aus dem Oum Kalsum kennt sich aus und fährt exotische Gerichte auf. Viele Besucher schwören auf das Couscous hier. Es gibt große Teller mit Kostproben für 12 Personen - nach arabischer Sitte zum Teilen und gemeinsam essen. Wer lieber seine eigene kleine Tapa genießen will, kann natürlich auch aus der langen Liste an Tapas wählen. Außer Couscous werden auch mundgerecht geschneiderte Portiönchen mit Falafel, Schawarma und verschiedene andere orientalische Klassiker angeboten. Das Menü ist üppig und kostet 14 € (eine Flasche Rioja und sieben Tapas inklusive). Ein Genuss aus 1001 Nacht.

 Calle Jardines, 17

7) Bodega de Antonio 

Bodega de Antonio


Diese Tapas-Bar ist nicht viel weiter entfernt und gehört eher zu den traditionellen Lokalen. Granadinos sind begeistert vom Essen, das hier angeboten wird. Ein freundlicher und zugleich gemütlich eingerichteter Speiseraum bietet genug Platz für oft in großer Zahl anrückenden andalusischen Familien. Die Bar befindet sich in den hinteren Räumen. Dekoriert wurde im typischen Grün Andalusiens. In der schicken und hippen Stadt gibt es kaum noch solche Traditionslokale. Umso beliebter ist die Bodega de Antonio bei spanischen Familien, die in der Touristenstadt auch einmal gern unter sich sind. Liegt in der Straße Jardines wie auch das Oum Kalsum. Das Poë befindet sich um die Ecke. Ideal also für eine ausgiebige Tapas-Tour, bei der man gern von Bar zu Bar schlendert.

Calle Jardines, 4         

8) Al Sur de Granada

Alhambra

Normalerweise sind solche Restaurants nicht gerade als Insider-Tipp zu empfehlen. Al Sur de Granada liegt wie viele moderne Bars in der touristischen Zone. Mit den paar Fässern und Stühlen, die auf dem Boden des Geschäfts herumstehen, kann die Bar auf den ersten Blick außerhalb der typischen Ausgehzeiten leer und abweisend wirken. Allerdings ist dies hier ein Restaurant, wo wirklich besondere kulinarische Wunderwerke aufgetischt werden. Die Besitzer haben sich auf die Weine und lokal produzierten erstklassigen Bio-Käse, Fleisch- und Wurstsorten spezialisiert. Weil das Essen so gut ist, wird der Laden an Freitag- oder Samstagabenden dann auch richtig voll und die Gäste stehen oft vor der Tür oder verteilen sich in die Kellerräume, weil drinnen kein Platz mehr ist. Wenn es zu hektisch wird, muss man sich die Drinks und Tapas selbst an der Bar holen.

Calle Elvira, 150

9) Los Mascarones

Los Mascarones

 

Liegt in der Innenstadt an der Calle Pagés und auf den ersten Blick eher unscheinbar. Doch im Los Mascarones werden Traditionen bewahrt, wie kaum anderswo. Unübersehbar ist die Fassade mit riesigen Masken geschmückt. Der aus Granada stammende Dichter Pedro Soto de Rojas lebte hier. Falls euch das nichts sagt, dann kommt doch einfach so vorbei und lasst euch vom freundlichen Service und den ehrlichen und einfachen Leuten wie ein Familienmitglied behandeln. Es gibt eine feine Auswahl leckerer Tapas wie die in Andalusien typischen Migas - ein regional weit verbreitetes Gericht aus Brotkrumen mit Sardinen, Bohnen und Schinken, Ochsenschwanz, Rührei und Schnecken. 

Calle Pagés, 18

10) Los Diamantes

Los Diamantes

 

Los Diamantes ist seit vielen Jahren die angesagteste Kneipe in Granada. Mittlerweile haben sich sogar kleinere Franchise-Ableger gebildet. Doch das Original steht immer noch da, wo es immer war, in der Calle Navas. Hier gilt die goldene Regel: Man muss dort sein, wenn der Laden öffnet oder gar nicht. Denn sonst gleicht der gemütliche Tapa-Abend einer Schlacht mit der spanischen Armada, so viel ist da los. Es ist klein und eng und extrem gut besucht, also auch entsprechend laut. Die Leute kommen vor allem wegen der gebratenen Fische, Venusmuscheln, Schwertmuscheln, Tintenfische, frittierten Gemüsehappen oder Lachs. Das nette Personal wirft sich für seine Gäste wirklich ins Zeug und brät und serviert, was auch immer der Gaumen gerade begehrt. Die Tapas werden nach echter andalusischer Tradition kostenlos zum Bier gereicht. Ein Muss für alle, die gern Fisch essen.

Calle Navas, 28

 

Kleiner Tapas-Knigge

 

Auch wenn die Auslagen sehr einladend aussehen, schaut man zunächst einmal den Wirt und dann die Speisen an und wünscht einen Guten Abend (Buenas Noches), bevor man bestellt!

 

Es ist ratsam, zuerst die Getränke zu bestellen und dann die Tapa auszuwählen. Das macht einen weniger gierigen Eindruck. Meist fragt der Wirt: Y para picar? (Und was wollen picken ( naschen?))

 

Tapas werden in der Regel kostenlos zum alkoholischen Getränk (Bier, Wein, Radler oder Tinto de Verano) gereicht. Wer Wasser, Saft, Kaffee oder Schnaps bestellt, bekommt keine Tapa dazu und muss diese extra zahlen.

 

Tapas können durchaus mit den bloßen Händen gegessen werden. Besteck ist eigentlich unüblich, es sei denn das Gericht kommt mit Soße daher oder ist sehr heiß. Wenn man sich für kleine Tapa-Häppchen wie Oliven oder Käsewürfel entscheidet, kann man auch Zahnstocher nehmen. Die Zahnstocher werden einzeln aus dem Behälter genommen und nicht daran herum gefingert. Das ist unhygienisch. Hinterher wegwerfen und nicht zurückstellen.

 

Es gehört zum guten Ton, alles, was man nicht verdauen kann wie Servietten, Zahnstocher, Olivenkerne, Knochen oder Schalen in bereit gestellte Abfallteller zu werfen oder direkt auf den Boden fallen zu lassen. Am Ende des Abends fegt der Wirt eh alles zusammen.

 

Spanier laden gern auch Fremde ein und machen kein Federlesen um die Bezahlung. Das wird meist diskret geregelt. Wer kann, sollte sich am gleichen Abend oder beim nächsten Mal revanchieren. Frauen dürfern sich eingeladen fühlen.

Jeder Koch oder Wirt freut sich über Lob. Man darf hörbar "Hmm" sagen und ein Kompliment machen. (Estupendo, Muy rico, Que buena!, Lo mejor)

 

Alle Bildrechte liegen bei Robin Graham 2013.

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