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Die schönsten Dörfer in Andalusien

Andalusien ist ein Land, das wegen seiner langen und ereignisreichen Kulturgeschichte zu den wichtigsten Reisezielen Spaniens gehört. Uralte Pilgerpfade und Hirtenpfade, die zwischen Dörfern und Städten, Berggipfeln und Kapellen entlangführen, kann man heute als Wanderwege wiederentdecken.

Es sind Ortschaften, die oft tausende von Jahre alt sind und über die man sich die erstaunlichsten Legenden erzählt. Einige Dörfer sind heute hochentwickelt und modern, andere wirken unberührt als dämmerten sie seit Jahrhunderten in einem zauberhaften Dornröschenschlaf. Sie alle verbindet eine einzigartige Architektur, die von Mauren, Christen, Rittern und Bauern geprägt wurde. 

Dieser Artikel handelt von den kleinen Dörfchen und Städten, die voller Charme und Zeitlosigkeit geblieben sind. Orte mit weißen Fassaden, umringt von den majestätischen Bergen Andalusiens.

Arcos de la Frontera, Cádiz

Arcos de la Frontera bildet das Tor zur Region der Weißen Dörfer von Cádiz und zählt zu einem der schönsten Orte in ganz Spanien. Als historisch und kulturell wertvoll wurde es unter Denkmalschutz gestellt.

Die Aussichten von Arcos über die umgebende flache Land sind spektakulär, da alle Häuser auf der Hochebene eines Felsens errichtet wurden. Die Straßen und Gassen sind eng und winden sich auf engstem Raum wie es typisch ist für den Süden Andalusiens. Im Ort können muslimische Kunst und Spuren der Gotik, der Renaissance und des Barock entdeckt werden.

Arcos galt und gilt wegen seiner Schönheit als Inspiration für viele spanische Künstler wie die Musiker Manuel de Falla, Pio Baroja, Azorin, Dámaso Alonso oder Gloria Fuertes.

Wer sich in der andalusischen Provinz Cádiz aufhält, sollte die Gelegenheit nicht verpassen, diese wunderbare Stadt zu besuchen. Unbedingt empfehlenswert sind auch die guten Weine, die in der Gegend hergestellt werden.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von choco planet.

Sehenswertes in Arcos de la Frontera:

  • Iglesia de San Pedro - Kirche
  • Callejón de las Monjas - Straße
  • Plaza de Cabildo
  • Salón cultural San Miguel - Kulturhaus
  • Casa del Conde del Águila - Adelshaus
  • Mirador de la peña nueva - Aussichtsplattform
  • Basilica menor de Santa María - Kleine Basilika

Iznájar, Córdoba

 

In der Provinz Córdoba gibt es ein kleines hochgelegenes Dorf auf einem Hügel, das von einem traumhaft schönen Stausee umgeben ist, der den gleichen Namen wie der Ort trägt: Iznájar. Dieser Ort liegt als Insel im See und ist mit dem Land nur durch Brücken verbunden. Seine langen, schmalen Gassen führen bis an den Dorfrand und ans Ufer des größten Sees in Andalusien, wo man herrliche Spaziergänge unternehmen kann.

Iznájar hat viel Kultur und ein reiches historisches Erbe und fantastische gastronomische Spezialitäten zu bieten. In der Region wird noch viel geschlachtet und aus Schwein hervorragende andalusische Fleisch- und Wurstspezialitäten hergestellt. Auch der Schinken und Gerichte mit Putenbrust sind sehr empfehlenswert.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Victor Chacon.

 

Sehenswertes in Iznájar:

  • Pantano de Iznájar - Stausee von Iznájar 
  • Castillo - Festung
  • Torre de San Rafael - Turm
  • Patio de las comedias - Platz
  • Iglesia parroquial de Santiago - Gemeindekirche
  • Plaza Rafael Alberti 
  • Aussichtsplattformen

Cortegana, Huelva

Das Dorf Cortegana liegt im Naturpark Sierra de Aracena und Picos de Aroche und wurde wegen seiner wunderschönen Naturlandschaft zum Biosphärenreservat der Provinz Huelva erklärt.

Hier befinden sich archäologische Überreste aus der Jungsteinzeit. Seinen Namen hat das Dorf den Korkeichwäldern und der fruchtbaren Erde zu verdanken. Cortegana kann auf den Namen alcornoque (Korkeiche) und el corcho (Kork) zurückgeführt werden.

Eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten ist die majestätisch mittelalterlichen Festung die auf dem Berg über dem kleinen weißen Dorf thront.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Rui Nunes.

 

Sehenswertes in Cortegana: 

  • Castillo de Sancho IV - Festung
  • Fuente del Callejón - Quelle
  • Casas señoriales - Herrenhäuser 
  • Plaza de toros - Stierkampfarena
  • Ermita del Calvario - Kapelle
  • Iglesia del Divino Salvador - Kirche
  • Nacimiento del Río Chanza - Flussquelle
  • Ermita de San Sebastián - Kapelle
  • Casas Mudéjares - Häuser im Mudéjar-Stil

Carmona, Sevilla

Dieses Dorf in der Provinz Sevilla ist auf den Resten neolithischer Ausgrabungen erbaut. Es ist von fruchtbaren Böden umgeben und hat deshalb schon immer Siedler angelockt.

Zur Zeit der römischen Besatzung entwickelte sich das ländliche Carmona in eine reiche und wunderschöne Stadt voller Magie und Charme, wovon noch heute viel zu spüren ist. Der Ort erblühte dank des Reichtums seiner Bürger und bald wurde ihm das Recht zugesprochen, seine eigenen Münzen und Währungen zu gießen, die nach dem Namen des Ortes Carmo benannt wurden. Die berühmte Römerstraße Via Augusta entlang der südspanischen Mittelmeerküste verlief durch das damalige Carmo und seine Nekropolis (Totenstadt).

Rund um Carmona gibt es zahlreiche historische Wanderwege, die über die Geschichte des Ortes aufklären. So gibt es einen Weg quer durch das Erbe der Römerzeit der berühmten Provinz Bética, den Rundweg Artealia, der vier wunderschöne Städte (Carmona, Ecija, Marchena und Osuna) verbindet und die Route des hier einst ansässigen Schriftstellers Washington Irving.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Javier Martinez de la Ossa.

 

Sehenswertes in Carmona: 

  • Alcazar puerta de Sevilla - Stadttor
  • Necropolis Romana - Römische Totenstadt
  • Iglesia de San Pedro - Kirche
  • Capilla de San Francisco - Kapelle
  • Casa palacio de los Aguilar - Fürstensitz
  • Anfiteatro Romano - Römisches Amphitheater
  • Puerta de Córdoba - Stadttor
  • Fuente de los Leones - Quelle

Casares, Málaga

Wie viele andere Orte Andalusiens ist auch Casares ein Dorf, das seine Wurzeln in der Frühgeschichte hat. Viele Kulturen und Zivilisationen lebten hier und veränderten das Aussehen des Dorfes. Es gibt Spuren einer prähistorischen Wohnsiedlung, wo noch Überreste gefunden wurden. Die Höhlen Ferrete, Crestellina und Utrera waren einst bewohnt. 

Casares ist der Geburtsort von Blas Infante, einem berühmten spanischen Autor des Buches Ideal andaluz, in dem er unter anderem die Autonomie von Andalusien befürwortete. Er schuf auch die Hymne und Flagge Andalusiens.

In Casares erzählen sich die Menschen viele Legenden und Sagen, denn die Stadtgeschichte ist jahrtausendealte alt. Ein Mythos handelt von den Baños de la Hedionda (heiße Quellen), in deren Gewässern ein "Dämon lebte, der hier seinen letzten Atemzug tat". Deshalb habe das Wasser bis heute seinen starken Schwefelgeruch. Andere Legenden besagen, dass ein räudiger Hund beim Baden seine Krankheiten auskurierte.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung Allard

 

Sehenswertes in Casares: 

  • Iglesia parroquial de San Sebastian - Kirche
  • Castillo y muralla árabe - Maurische Festung und arabische Mauern
  • Fuente de Carlos III - Quelle
  • Cementerio - Friedhof
  • Baños de Hedionda - Heilquellen
  • Antigua oficina de turismo - Antikes Touristenbüro
  • Mirador del puerto - Aussichtsplattform

Alcaudete, Jaén

Diese schöne Stadt ist umringt von endlosen Olivenhainen, wie sie das Landschaftsbild der Gegend von Jaén bestimmen. Es ist ein zauberhafter Ort, der aus drei Dörfern besteht: La Bobadilla, Los Noguerones und Sabariego.

Die berühmtesten Gebäude sind die mittelalterliche Festung und die Kirche von Santa María la Mayor, von deren Vorplatz man eine eine herrliche Aussicht auf die schöne Landschaft genießen kann.

Ein weiterer interessanter Punkt in Alcaudete ist die Kirche von San Pedro mit ihrem charakteristischen Baustil aus der Renaissance.

Wer ein bisschen einkaufen und schöne lokale Souvenirs erwerben möchte, ist in der Calle Llana richtig.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung fotoviajero.com.

Sehenswertes in Alcaudete: 

  • Castillo Calatravo - Festung
  • Iglesia Santa María la Mayor - Kirche
  • Fuente Zaide - Quelle
  • Arco de la villa - Torbogen
  • Calle Llana - Geschäftsstraße
  • Casa del Almirantazgo - Wohnhaus
  • Mirador - Aussichtspunkt

Guadix, Granada

Diese Stadt liegt im Windschatten der Sierra Nevada in der Provinz Granada und ist eine der ältesten menschlichen Siedlungen in Spanien. 

Guadix steckt voller interessanter historischer Kulturschätze und besitzt eine ganz besondere Attraktion: Tausende Menschen leben hier in Höhlenwohnungen. Der Ort gilt deshalb als die Hauptstadt der Höhlenwohnungen in Europa. 

Beeindruckend in Guadix sind außerdem die farblichen Kontraste der Landschaft. Der rote oder ockerfarbene Lehm der Cerros (Hügel) hebt sich vor dem zarten Grün der Pappelhaine und den glänzenden Schneegipfeln der Sierra Nevada wunderbar ab. Viele Künstler finden in der Region Motive für ihre Landschaftsmalerei.

Nicht weit von Guadix befindet sich außerdem die größte Dolmen-Siedlung (Megalithkultur) Europas nahe dem kleinen Dorf Gorafe. Von Guadix aus kann man in einen tiefliegenden Canyon und in die Badlands des Hoya de Guadix hineinfahren und die alten steinzeitlichen Grabanlagen rund um Gorafe besichtigen. Eine landschaftlich einmalige Gegend, für die man mindestens einen Tag Besuchszeit einplanen sollte.

Sehenswertes in Guadix: 

  • Casa cuevas - Wohnhöhlen
  • Pantano Francisco Abellan - Stausee
  • Catedral de la Encarnación - Kathedrale
  • Hoya de Guadix en bici - Canyon und Badlands von Guadix
  • Baño Árabe - Arabische Bäder
  • Alcazaba de Guadix - Maurische Festung

Baeza, Jaén

 

Dieses Städtchen liegt in der Provinz Jaén, wo Olivenbäume das Landschaftsbild dominieren. Wer in der Region ist, sollte unbedingt das köstliche Olivenöl probieren und am besten ein bis zwei Flaschen mit nach Hause nehmen.

Baeza ist als Stadt ein einzigartiges Gesamtkunstwerk aus der Renaissance. Als hätte man eine Reise mit der Zeitmaschine unternommen, so authentisch wirkt der Ort, der wegen seiner fantastischen Bauwerke und seines gut erhaltenen Stadtzentrums zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde. Zwei große Einflüsse haben die Stadt geprägt: die andalusische Renaissance und die Herrscherzeit der Nasriden im alten al-Ándalus.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Sea Veiga.

 

Sehenswertes in Baeza: 

  • Antigua Universidad de Baeza - Antike Universität
  • Catedral - Kathedrale
  • Plaza del Populo
  • Plaza de Santa Maria
  • Palacio de Jabalquinto - Palast
  • Fuente de Santa María - Brunnen
  • Casa de Antonio Machado

La Iruela, Jaén

 

Dieses Dorf besticht vor allem wegen seiner beeindruckenden Topographie. Es sitzt auf einem Felsen, der schon von Weitem sichtbar ist und auf dem eine imposante Festung gebaut wurde, die zweifellos eine der großen Attraktionen des Ortes ist. 

Iruela liegt am Rande des wunderschönen Naturparks von Cazorla mit Bergen, Seen und Wassrfällen. Eine wunderschöne stille Landschaft umgibt den Ort, der mit fruchtbaren Böden gesegnet ist, auf dem Olivenbäume gedeihen, die durch den großen alten Strom Andalusiens Río Guadalquivir bewässert werden.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung Ranp.

 

Sehenswertes in Iruela:

  • Castillo templario - Templerburg
  • Iglesia de la purísima - Kirche
  • Spa mit Heilanwendungen

Ronda, Málaga

"Der Fluss in seinem schluchtigen Abgrund spiegelt die zerrissenen Lichter des Himmels, aber auch mein Innerstes wider", schrieb Rainer Maria Rilke, als er Mitte Dezember im Jahr 1912 in Ronda ankommt.

Die Stadt hat den Dichter sofort in ihren Bann gezogen und viele Deutsche, die heute quer durch Andalusien eine Rundreise planen, machen wegen Rilke hier Halt. Die Stadt gehört heute zu den schönsten Orten Spaniens.

Zwischen hohen Felsklippen spannt sich eine Brücke Puente Nuevo über die Schlucht des reißenden Tajo und verbindet zwei Ortsteile der Stadt, in der etwa 35.000 Einwohner leben. Ronda ist nur 100 km von Málaga entfernt, und so kann man die Stadt an einem schönen Tagesausflug von der Küste aus besuchen. Es lohnt sich auch, hier zu übernachten.

Die spektakuläre Aussicht von der Brücke der Tajo-Schlucht fasziniert jeden Besucher. Die Lage der Stadt auf einer Hochebene ist einmalig - es sieht fast so aus als wollten die Häuser aus schwindelerregender Höhe abstürzen.

Neben der fantastischen Natur und der Landschaft, in die Ronda hineingezaubert wurde, gibt es alles, was man von einem andalusischen Städtchen erwarten darf. Eine sehr gute und abwechslungsreiche Küche mit einem klaren Bekenntnis zu lokalen Produkten. Es gibt auch hervorragende Weine aus Ronda. Die Winzern unterhalten die renommiertesten Weingüter Spaniens.

Interessant sind auch die archäologischen Stätten wie die römische Stadt Acinipo, die arabischen Bäder, der Palast der Mondragón und die alten Straßen voller Geschichte, die quer durch das Dorf führen. Ronda ist nicht ohne Grund einer der meist besuchten Orte in Spanien.

 

Sehenswertes in Ronda: 

  • Aussicht von der Brücke des Tajo
  • Plaza de toros - Stierkampfarena
  • Baños Árabes - Arabische Bäder
  • Palacio de Mondragón
  • Palacio del Rey Moro y la Mina
  • Murallas Árabes - Arabische Mauern
  • Plaza Duquesa de Parcent
  • Jardines de Cuenca - Park
  • Mirador de Aldehuela y Balcón del Coño - Aussichtspunkte
  • Ruinas de Acinipo - Römische Ruinen
  • Cueva del Gato - Höhle

Pampaneira, Granada

Ein Urlaub in den Alpujarras ist ein wunderbares Naturerlebnis. Die Dörfer dieser Gebirgszone vor der steil aufragenden schneebedeckten Sierra Nevada sind hochgelegen und es wird nachts oft etwas kälter. Ideal für beschauliche Tage, an denen man Wanderungen in den Bergen unternimmt, Esskastanien sammelt und am Abend zusammen kocht. 

Pampaneria ist ein solches typisches Dorf in den Alpujarras, wo man das echte Landleben mit gemütlichen Stunden am Kamin und in urigen Bauernhofküchen. so richtig genießen kann.

Es liegt an der Schlucht Poqueira, wo der Himmel näher als die Erde zu sein scheint. Die von den Berbern angelegte Architektur und die alten Gassen und Plätze sind immer noch komplett erhalten. Es heißt, der Name Pampaneira bedeute "Produzent von Weinreben"...und tatsächlich ist der Boden rund um das Dorf bestens geeignet, um gute Weine zu produzieren.

Sehenswertes in Pampaneira:

  • Iglesia de la Santa Cruz - Dorfkirche
  • Tiendas artesanales - Kunsthandwerksläden
  • Bodega la Moralea - Bodega
  • Paseo de Garcia Lorca - Rundweg
  • Fuente de la Chumpaneira - Dorfbrunnen

Vejer de la Frontera, Cádiz



Vejer de la Frontera gehört zu den schönsten weißen Dörfern Andalusiens. Auch hier bieten sich fantastische Ausblicke auf die grüne Landschaft, die das Dorf umgibt. Die Nähe zum Strand und zugleich der Charme des einfachen andalusischen Landlebens, machen Vejer zu einem beliebten Ausgangsort für Erkundungen.

Vejer hat den Schönheitswettbewerb der spanischen Dörfer gewonnen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Wie in anderen andalusischen Städten kann man hier im vollem Umfang das Erbe der vielen Erobererkulturen in den Straßen nachempfinden wie im jüdischen Viertel des kleinen Städtchens. Wer Burgen mag, kann das Castillo de Vejer, das im 11. bis 16. Jahrhundert errichtet wurde, besuchen. Auch hier sind arabische und christliche Einflüsse der Architektur zu erkennen.

Am Besten erobert man den Ort bei einem entspannten Spaziergang durch die kleinen Gassen und macht es wie die Spanier. Man setzt sich auf eine Bank und genießt die Aussicht. Anschließend wird gut gegessen. Vejer ist bekannt für seine sehr guten Restaurants, wo rustikale andalusische Küche mit Fleischgerichten dominiert. Empfehlenswert sind zwei Restaurants: das La Castilleria und das Restaurant Sale Tinto.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Braulio Tortosa.

Sehenswertes in Vejer de la Frontera:

  • Plaza de España
  • Calle Silla Vieja
  • Mirador de los abuelicos - Aussichtspunkt
  • Los molinos de Vejer - Mühlen
  • Ayuntamiento - Rathaus
  • Nacimiento de agua de Santa Lucia - Quelle des Baches Santa Lucia

Lucainena de las Torres, Almería

Wer auf der Route durch die schönsten Dörfer in Almeria vorbeikommt, sollte hinauf in die Berge der Sierra Alhamilla fahren und das hübsche Lucainena de las Torres besuchen. Das weißgetünchte Dorf ist schon lange in der Liste der schönsten Dörfer Spaniens und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Aus ganz Spanien reisen Neugierige an, um durch die sauberen kleinen Straßen zu schlendern und die duftenden Blumen in den Töpfen, die an den Wänden weiß getünchten Häusern hängen, zu bewundern. Der ganze Ort ist mit schönen Blumentöpfen geschmückt, die liebevoll gepflegt werden. Man kann auf kleinen Plätzen sitzen und den Kanarienvögeln lauschen und sich über die Langsamkeit des andalusischen Dorflebens freuen.

Die bergige Felsenlandschaft, vor der Lucainena wie vor einem Theatervorhang erbaut wurde, ist wirklich atemberaubend. Es scheint, als wollten die Felsen den Ort verschlucken. Die weißen Häuser heben sich wie Farbtupfer vor den Felsen ab und das Grün der Gärten und Palmen leuchtet herrlich in der Sonne.

Ganz in der Nähe liegt die Wüste Tabernas und das ebenfalls hübsche Städtchen Turillas auf einer Höhe von 880 m. Wer weitere Abenteuer erleben möchte, besucht den Naturpark die Karst en Yesos bei Sorbas, wo es mehr als 600 Höhlen gibt, von denen einige auch besucht werden können.

 

Sehenswertes in Lucainena 

  • Desierto de Tabernas - Wüste von Tabernas
  • Mirador de Turillas - Aussichtspunkt
  • Karst de los Yesos de Sorbas - Karstgebiet bei Sorbas mit Höhlen
  • Minas de Hierro - Eisenminen und Brennöfen

Úbeda, Jaen

 

Das zauberhafte Städtchen Úbeda liegt in der Provinz Jaén und hat eine ereignisreiche Vergangenheit, deren reiche Zeugnisse man in der schönen Stadt noch immer bewundern kann. 

Úbeda ist die drittgrößte Stadt der im Landesinneren liegenden Provinz Jaén. Zusammen mit dem zehn Kilometer entfernt liegenden Baeza ist Úbeda seit 2003 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO geführt. Die beiden Städte gelten als Wegbereiter der Renaissance in Spanien. Hier wurden humanistische Ideale verkörpert und der Einfluss der Architektur und Baukunst der Renaissance auf andere Regionen und Länder nahm seinen Anfang.

Die Straßen und Plätze sind voller erhabener Paläste, Kloster und Bürgerhäuser. Der Renaissancepalast an der Plaza de Vázquez Molina wird von der staatlichen Hotelkette Parador genutzt und kann besucht werden. 

Foto: Mit freundlicher Genehmigung von Domingo Leiva.

 

Sehenswertes in Úbeda: 

  • Iglesia de Santa Maria de los Reales Alcázares
  • Plaza Vázquez de Molina
  • Plaza de los Caídos
  • La Sacra capilla del Salvador de Úbeda - Kapelle
  • Iglesia de San Pablo
  • Casco histórico - Historische Altstadt
  • Calle Gradas - Kunstvoll gepflasterte Straßen
  • Murallas - Mauern
  • Torre del reloj - Uhrenturm
  • Barrio Alfarero - Stadtviertel Alfarero

Zahara de la Sierra, Cádiz

Zahara de la Sierra liegt in der Sierra del Jaral, die zum Naturpark der Sierra de Grazalema gehört. Hier regnet es am häufigsten in Andalusien und im Winter kann es recht kalt werden. Dafür sind die Sommer herrlich frisch und es ist oft angenehmer als an der heißen Küste.

Der Ort wurde als historisch wertvoll unter Denkmalschutz gestellt. Wer über die alten Straßen schlendert, spürt gleich, dass ganz Zahara Geschichte atmet. Allein die besondere Lage an dem steilen Hügel verleihen dem weißen Dorf eine besondere Magie. Menschen, die ständig diese steilen Straßen und Gassen laufen müssen, beitzen eine bewundernswerte Gleichmut und Geduld, die auch Besucher ansteckt.

Besonderes Wahrzeichen ist ein Bergfried, der Torre del Homenaje, der über die kleinen weißen Häuser hinwegragt und schon aus der Ferne zu erkennen ist. Unbedingt erkunden sollte man die Garganta Verde (übersetzt heißt das in etwa Grüner Rachen) in den nahe gelegenen Bergen. Das ist eine üppig bewachsene Schlucht an einem Flusslauf, die man durchwandern kann. An den künstlich angelegten Stränden kann man im Sommer herrlich baden.


Sehenswertes in Zahara:

  • Garganta verde - "Grüne Rachenschlucht"
  • Playa de Arroyomolinos - Kunststrand
  • Mirador - Aussichtspunkt
  • Iglesia de Sant Maria de la Mesa
  • La Capilla de San Juan de Letrán - Kapelle
  • Puente de los Palominos - Brücke
  • La Torre del Reloj - Uhrenturm

Priego, Córdoba

Dieses Dorf im Herzen von Andalusien ist nachweislich seit der Altsteinzeit bewohnt. Kein Wunder, dass es von einem Kulturland umgeben ist, das seine Menschen über Jahrtausende ernährt hat. Weitläufige Olivenplantagen zingeln den Ort regelrecht ein. Es gibt ausreichend Wasser, um die Ölbäume zu bewässern und für gute Ernten zu sorgen.

Priego ist einer jener Orte, die man gründlich durchwandern muss, um die gesamte Schönheit erfassen zu können. Ein Gesamtkunstwerk, wo Natur un Mensch zusammenwirken und einen besonderen Ort geschaffen haben.

Die regionale Küche wird immer noch mit großer Tradition und Hingabe gepflegt und nach alt überlieferten Rezepten gekocht. Natürlich spielt das hervorragende kaltgepresste Olivenöl aus Priego eine Hauptrolle. Es wird wie eine eigene Zutat in vielen Gerichten verwendet und trägt das Qualitätsprädikat AOVE (Aceite de Oliva Virgen Extra).

 

Sehenswertes in Priego:

  • Fuente del rey - Quelle des Königs
  • Barrio de la Villa - Stadtviertel
  • Iglesia de San Pedro - Kirche
  • Iglesia de nuestra Sra. de la Aurora
  • Casa museo Niceto Alcalá-Zamora - Heimatmuseum
  • Plaza del Llano

Frigiliana, Málaga

 

Ein wundervoller kleiner Ort voller blühender Geranientöpfe, die blumenvernarrte Andalusierinnen in die verwunschenen schattigen Gassen stellen. Weil die Anwohner, zu denen inzwischen auch immer mehr Ausländer (vornehmlich Briten und Deutsche) zählen, ihr Dorf so lieben, wird jeder Winkel peinlich sauber gehalten und stets die Wände geweißelt.

Kein Wunder, dass Frigiliana mehrfach zum schönsten Dorf in Andalusien gekürt wurde. Es ist ein echtes Aushängeschild für den ländlichen Tourismus. Außerdem ist der Blick auf das Mittelmeer von dem in Bergen gelegenen Ort jeden Anstieg wert. Autos sollte man vor dem Ort stehenlassen und lieber gemächlich zu Fuß gehen,

Sehenswertes in Frigiliana:

  • Iglesia de San Antonio de Padua
  • Nuestra Sra. del Carmen - Kirche
  • Casa nata de Liborio Apolinario - Geburtshaus
  • Tiendas artesanas - Souvenirläden und Kunsthandwerk
  • Callejón del inquisidor - Gassenlabyrinth
  • Plaza de la iglesia

Mojacar, Almería

 

Wie ein Bienenstock klebt das kleine weiße Bergdorf Mojacar an den Hängen der Sierra de Cabrera am Mittelmeer. Die gesamte Dorfarchitektur und Anlage der Gassen sind maurischen Ursprungs. Seine erste Besiedlung reicht bis in die Vorgeschichte zurück.

Allerdings hat die jetzige Stadtverwaltung in den letzten Jahren allerhand an historischem Charme zerstört, der viele Jahrhunderte gehalten hatte. Der alte zentrale Dorfplatz hinter der Kirche wurde in einen modernes Parkhaus verwandelt. Kontraste, die man als Besucher als recht störend empfindet.

Bei einem Rundgang durch das Dorf, kann man dennoch sehr schöne kleine Winkel und stille Ecken entdecken. Der atemberaubende Rundumblick vom Balkon der Stadt über die Ebene von Vera mit ihren kleinen Vulkanhügeln oder der Blick auf das Mittelmeer vom höchsten Punkt des Dorfes aus, ist die Kraxelei durch die Gassen allemal wert.

Mojacar erfreut sich eines besonderen Mikroklimas mit milden Wintern und langen Sommern. Die Strände des Dorfes sind fantastisch und es gibt viele urige Beachbars.

 

Sehenswertes in Mojacar:

  • Playas - Strände von Mojacar-Playa
  • Zona de garitos - zentraler Dorfplatz mit Bars und Kneipen
  • Mirador - Aussichtsbalkon
  • Castillo - kleine Festung
  • Mercadillo de antigüedades - Antiquitätenmarkt

Salobreña, Granada

Salobreña befindet sich in der Provinz Granada und ist ein weiteres zauberhaftes Dorf, das direkt an der Mittelmeerküste liegt. Bei all den zugebauten Küstenzonen freut man sich über jede kleinere Ortschaft, die noch einen romantischen Dorfkern hat.

Wegen seiner Nähe zum Meer und den Stränden ist Salobreña eine echte Touristenattraktion. Es herrscht ein angenehmes subtropisches Klima mit warmen Temperaturen das ganze Jahr über. Ideal, um auch im Spätherbst oder Frühjahr zu baden.

Salobreña gehört zu den romantischen weißen Dörfern Andalusiens, die voller Geschichte stecken. Seine ruhmreiche Vergangenheit kann man in der beeindruckenden Architektur wiederentdecken. Eine Bummeltour durch die mittelalterlichen Stadtviertel La Loma, La Fuente oder Brocal macht Spaß und zeigt, wie alt diese Stadt eigentlich schon ist und immer noch funktioniert.

 

Sehenswertes in Salobreña:

  • El Castillo Árabe - Arabische Festung 
  • La Torre del Brocal - Turm
  • El Paseo de la Flores - Gasse
  • Aussichtsplattform Albayzín 

 Setenil de las Bodegas, Cádiz

Das Dorf  Setenil de las Bodegas wurde schon oft fotografiert und seine ausgefallene Stadtarchitektur begeistert Menschen auf der ganzen Welt, die in die andalusische Provinz Cádiz reisen, um dieses Weltwunder mit eigenen Augen zu sehen.

Hier wohnen die Leute unter und zwischen gigantischen Felsbrocken als wäre es das Normalste der Welt. Für Besucher ist es sehr aufregend durch die engen Gassen unter den Felsvorsprüngen zu laufen. So mancher zieht ein wenig vor Angst und Ehrfurcht den Kopf ein. Man fragt sich, wer kam nur auf die Idee, einen Ort an solch eine Stelle zu bauen? Die Steinzeitmenschen? Wahnsinn und Genie im gehören in Setenil de las Bodegas eng zusammen.

Viele tausend Jahre hat das Dorf aber schon gehalten. Von den Bewohnern denkt niemand daran, dass hier etwas einstürzen könnte. Im Gegenteil - die Felsen sind praktisch und machen das Bauen billiger. Sie bilden Dach und Rückwand vieler Häuser, die als Höhlenwohnungen vor das Gestein gemauert wurden. Die spektakulärsten Höhlen sind die Cuevas de la Sombra und Cuevas del Sol. 

Setenil de las Bodegas liegt nur 15 km von Ronda entfernt. Sollte man auf einer Andalusien-Rundreise unbedingt mit anvisieren!

 

Sehenswertes in Setenil de las Bodegas:

 
  • Cuevas - Höhlenwohnungen
  • Bar Fresquito

Almodóvar del Río, Córdoba

Westlich von Córdoba liegt der Ort Almodóvar del Río, mitten in der Region, die La Vega del Guadalquivir genannt und vom gleichnamigen Fluss Guadalquivir bestimmt wird. Die Landschaft rund um das wunderbare Dorf ist von erhabener Schönheit.

Ganz oben auf dem Hügel thront eine imposante Burg, Castillo de Almodóvar del Río, die älter als die meisten Häuser des Ortes ist. Rundherum reiehen sich die weißen Häuschen zu Füßen der Burg an den Berghang und der Anblick gehört zu den unvergesslichen Reiseerinnerungen an Andalusien.

Der Ort liegt außerdem innerhalb der alten römischen Kolonie Bética Romana, die sich auf dem Gebiet des heutigen Andalusien befand. Noch sind viele Spuren römischer Architektur im Ortskern zu entdecken.

Sehenswertes in Almodóvar del Río:

  • Castillo de Almodóvar del Río
  • La casa roja - Das rote Haus
  • Portus romano - Römisches Tor
  • Parque Natural Sierra de Hornachuelos - Naturpark
  • Museo Etnológico de Ángel Estévez - Ethnologisches Museum
  • Mirador de las Pairejas - Aussichtspunkt
  • Iglesia de la Inmaculada Concepción
  • Ermita de Jesús - Kapelle

Genalguacil, Málaga

Umgeben von einer großartigen Landschaft und einem Schutzgebiet für Vögel wie Steinadler, Wanderfalken und Eulen liegt das Dorf Genalguacil in einer sonst ziemlich rauen und unbesiedelten Gegend im Hinterland der Provinz Malaga. Hier spürt man wieder, wie groß und weit Andalusien doch wirklich ist.

Wälder mit üppigen Pinien-, Kastanien-, Kork- und Eichenbäumen schließen das Dorf Genalguacil ein und schützen es zugleich vor zu viel fremdem Einfluss. Nicht viele Touristen machen sich die Mühe, wegen ein paar Raubvögel hier hinauf in die Berge zu fahren.

Doch wer es tut, wird mit einem spektakulären Panoramablick über die hügelige Ebene belohnt. Rund um Genalguacil kann man tolle Wanderungen und Touren mit dem Mountainbike machen.

Den Tag in der Natur sollte man mit einem Restaurantbesuch im Dorf mit seiner guten traditionellen Küche abschließen. Viele regionale Produkte werden hier zubereitet und typische Speisen wie Gazpacho (Gemüsecreme), Revuelto de ajetes y setas (Rührei mit Knoblauch und Pilzen) oder Sopa de tomates (Tomatensuppe) angeboten.

Foto: Mit freundlicher Genehmigung Angelrm (flickr)

 


Sehenswertes in Genalguacil:

  • Arte en la calle, es lo que tiene este pueblon - Streetart (!)
  • Museo de Arte Contemporáneo Fernando Centeno - Museum für Gegenwartskunst
  • Rutas de senderismo - Wanderwege

Alhama de Granada

Alhama de Granada ist ein Dorf, das eigentlich in allen Reiseführern und Broschüren über eine Tour durch die Provinz Granada empfohlen werden sollte. Der Ort erfüllt alle Erwartungen an ein andalusisches Ausflugsziel in den Bergen.

Seine Geschichte reicht zurück bis in prähistorische Zeiten. Wegen seines heilenden heißen Quellwassers und seiner speziellen Lage in den Bergen, hatten sowohl Muslime als auch Christen den Ort auf ihren alten Wegekarten als strategischen Punkt vermerkt.

Neben Thermalquellen gibt es zudem noch guterhaltene architektonische Zeugnisse im historischen arabischen Viertel und elegante christliche Sakralbauten zu bewundern.

 

Sehenswertes in Alhama de Granada:

  • Castillo de Alhama de Granada - Burg
  • Mazmorras - Burgverlies
  • Antiguo Cine - Kultkino
  • Fuente de la plaza de San Diego - Brunnen
  • Barrio Morisco - Maurisches Viertel
  • Casa de la Inquisicion - Haus der Inquisition
  • Ermita de los remedios - Kapelle
  • La escalera del diablo - Teufelstreppe
  • Mirador - Aussichtspunkt

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