Cabo de Gata - Playa San Pedro

Es war der pure Zufall, der mich in dieses irdische Paradies geführt hat. Denn eigentlich wollte ich meine mich besuchende Freundin nur ein bisschen über die Berge im Naturpark Cabo de Gata-Nijar jagen und den Blick aufs Meer genießen.

 

Wanderweg zur Cala San PedroDass am Ende der Strapazen die wohl bislang schönste und geheimste Badebucht (Cala) in Andalusien wartet, hatten wir nicht erwartet. So schön kann das Leben sein, wenn man nichts plant und sich treiben lässt...

Folgt uns auf diese schöne Küstentour!

Auszeit im Paradies - San Pedro ist der Inbegriff der Freiheit 

Die Playa San Pedro will erobert und eigentlich nicht entdeckt werden. Diese kleine sandige Bucht an den Abhängen der Sierra de la Higuera ist nur über zwei Wege zu erreichen - Zu Fuß oder übers Wasser. Eine Straße gibt es nicht, die bis hierher führt, und so trennt sich die Spreu vom Weizen. Nur Menschen, die sich etwas Mühe machen, finden hierher und sind dann umso dankbarer, das Paradies gefunden zu haben.

Cala San Pedro

Es herrscht eine wunderbar relaxte Atmosphäre am Strand und im Hippiedorf San Pedro. Der Ort steckt voller Überraschungen. Im Sommer ist er die allererste Adresse für Aussteiger, die nichts mehr mit Zivilisation zu tun haben wollen.

Strom kommt von der Sonne, Wasser aus einer Quelle im Berg und das Essen - tja, das muss man sich meist selbst fangen oder anbauen. Von Mai bis Oktober leben etwa 100 Menschen hier am Hang in selbst gebauten winzigen Häuschen oder campen am Strand.

Cala San Pedro mit Castillo 

 

Im Winter halten nur ein paar Hartgesottene durch. Denn ohne richtige Heizung und Einkaufsmöglichkeiten ist das Leben bei kaltem Wetter dann doch eine echte Herausforderung. Im Sommer aber, findet man hier das wohl letzte Aussteigerparadies in Europa.

Ein bisschen Feeling wie im Film "Der Strand" (2000) mit Leonardo DiCaprio kommt auf, wenn man in San Pedro ankommt. Eine Gemeinde Eingeweihter und verdächtig glücklicher und vor allem nackter Menschen hat sich hier eingenistet.

 

Cala San Pedro

Das andalusische Aussteiger-Örtchen hat es mittlerweile auch zur Medienberühmtheit geschafft. In einem Arte-Bericht von 2011 heißt es über die Hippie-Strandkommune: "Die Playa de San Pedro ist das Paradies für alle, die das Nichtstun zur Religion erhoben haben." 

 

Wanderweg zur Cala San Pedro

Der Weg beginnt breit und weit und ist recht leicht zu begehen. Jedoch wird der Wanderweg am Ende zum Kraxelpfad, je näher man nach 3 km dem Ziel kommt. Er führt an einer steil zum Meer abfallenden Felswand entlang. Hier sind Seile angebracht, wo man sich festhalten kann. Doch, wer nicht schwindelfrei ist, hat hier Mühe, entlang zu laufen.

Im Sommer kann eine Wanderung tagsüber unter der heißen andalusischen Sonne anstrengend werden, denn es gibt keinerlei Schatten auf der Strecke. Unbedingt Sonnenhut tragen!

Küstenweg Cala San Pedro 

Insgesamt braucht man etwas mehr als eine Stunde pro Strecke und man sollte an Verpflegung und Wasser denken, denn unterwegs noch am Ziel kann man sicher gehen, dass man etwas kaufen kann.

Der Weg beginnt hinter der Rambla von Las Negras (im Flussbett im Norden des Fischerortes) an einem alten Bauernhof, wo eine Handvoll weiß getünchte Häuser stehen, die Cortijada del Estanquillo heißen. Von hier ist es einfach: Man parkt das Auto entweder in der Rambla oder auf dem Parkplatz und folgt nun dem Weg, der sich den ersten Hügel am Küstengebirge hinaufwindet und folgt den Schildern zur Cala San Pedro.

Der Küstenweg führt übrigens weiter von der Cala San Pedro bis zur Cala del Plomo und nach Agua Amarga.

Baden an der Playa San Pedro 

Cala San Pedro

Wie man sich denken kann, ist an der Playa de San Pedro das Baden eine sehr freizügige Sache. FKK ist überall erlaubt. Die Bucht ist übersichtlich - das heißt, so richtig Stellen, um allein zu sein, findet man nicht.

Insgesamt ist der Badestrand 225 Meter lang und 17 Meter breit. Er besteht aus feinem hellen Sand. Das Meer ist ruhig und sehr sauber hier. Wegen des kalkhaltigen Felsen ringsherum leuchtet das Mittelmeer hier wunderbar karibisch türkis.

Es kann an hektischen Tagen im Hochsommer und an Ostern ziemlich voll hier werden. Es sind aber meist nur Spanier hier und wenige ausländische Touristen, bis auf die vor Ort lebenden internationalen Hippies. Mitunter kommen auch Segelboote in die Bucht, die vor Anker gehen. 

Trotzdem sind die Badegäste alle sehr entspannt und es kommt nie Hektik auf. Entlang des Strandes bauen manchmal Leute kleine Stände auf, wo sie selbst genähte Kleider und Hüte verkaufen. Ab und zu werden auch Getränke aus Kühlboxen angeboten. 

Der Garten von Shiva - Cala San Pedro

Im Sommer bauen sich auf dem schmalen feinen Sandstrand viele Jugendliche ihre Zelte auf, um hier als temporäre Aussteiger die heißesten Wochen abseits der Zivilisation zu verbringen. Es sind überwiegend Spanier, aber auch Reisende, die aus ganz Europa und sogar Nordamerika hier her kommen.

Abgesehen von diesen Aufregungen ist San Pedro im Rest des Jahres eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit.

Castillo de San Pedro 

Entlang der Küste von Almeria stehen zahlreiche alte Küstenburgen und Wachtürme, die vor allem wegen der Piratenangriffe (Barbaren) erbaut wurden. Von hier wurde die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt und konnte sich wappnen gegen Angriffe. Meist zog man sich in versteckte Höhlen oder hinter wuchtige Festungsmauern zurück. Eine solche Küstenfestung steht nicht weit von San Pedro im Valle de Rodalquilar an der Playa del Playazo.

  

Castillo de San PedroAuch San Pedro hat ein eigenes Castillo. Zunächst bestand es nur aus einem Rundturm, der im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Später wurden weitere Gebäude angebaut und die Festung vergrößert. Der Turm wurde auch zeitweise als Gefängnis genutzt. Im 18. Jahrhundert wurde die Festung auch als Verteidigung der Küste vor englischen und französischen Kriegsschiffen genutzt.

Im 17. Jahrhundert gab es mehrere Erdbeben (1614, 1658 und das stärkste 1680), die das Castillo schwer beschädigt haben. Heute ist das Castillo de San Pedro immer noch eine Ruine und hat dennoch Charme in seinem verfallenen Zustand. Gleich daneben gibt es einen schönen Platz mit kleiner Bank davor, wo man einen fantastischen Blick auf den darunterliegenden Strand und das Meer hat.

Die Quelle von San Pedro

Bergquelle von San Pedro

Ohne seine sprudelnde Trinkwasserquelle wäre San Pedro heute wie so viele alte Dörfer verlassen und verfallen. Nur, weil aus dem Berg trinkbares sauberes Wasser sprudelt, können die Bewohner hier überleben.

Das kostbare Wasser - übrigens die einzige Süßwasserquelle an der Vulkanküste von Cabo de Gata - wird wie ein Heiligtum verehrt. Die Brunnen werden von Buddha-Statuen oder merkw[rdigen Tempelgöttern bewacht. Ein bisschen sieht es aus wie in einem balinesischen Bergdorf, wenn man so durch die Bambussträucher und Bananenpalmen am sprudelnden Wasser entlangwandert. 

 

Das gilt es zu beachten:

San Pedro ist eine Hippie-Kommune, in der man umweltbewusst lebt. Es gibt keine Geschäfte, Kneipen und auch keine Müllentsorgung. Im Dorf und auch unweit des Strandes wurden umweltfreundliche Toiletten gebaut. Diese sind mit roten Flaggen gekennzeichnet und sollten auch benutzt werden.

  • Sonnenhut
  • Sonnencreme
  • Trinkwasser
  • Etwas zu essen
  • Müllbeutel (zum Mitnehmen des eigenen Mülls)

 

Mit dem Boot von Las Negras nach San Pedro

Fischerboote von Las Negras

Vom Fischerdorf Las Negras fahren zumindest in der Hochsaison täglich mehrmals motorisierte Schlauchboote und auch Fischerboote nach San Pedro. Der übliche Preis liegt bei 12 € für Hin- und Rückfahrt. Wer nur eine Fahrt macht, zahlt 6 Euro. Überfahrt dauert rund 10 min.

In Las Negras kann man aber auch Kayaks ausleihen und auf eigene Faust an der Küste entlang zur Cala San Pedro paddeln. Achtung: Das Meer kann zum Abend hin recht stürmisch werden. Besser ist es, eine solche Kayaktour vormittags zu planen. Akkus für Mobiltelefone sollte man zuvor aufgeladen haben. Man weiß ja nie.

Notrufe unter: Notarzt - Emergencias (112), Zivilschutz - Protección Civil (950-237-755), Polizei - Policía Local (950-360-132)

 

 Karte Cala San Pedro

 

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